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 Programm zur vorübergehenden Beschäftigung in Mittel- & Osteuropa

 
Grundlagen
Arbeiten und leben in Mittel- und Osteuropa
 
Das von der Arbeitslosenkasse finanzierte Programm zur vorübergehenden Beschäftigung in Mittel- und Osteuropa bietet stellenlosen Frauen und Männern die Möglichkeit, während maximal 6 Monaten in einer Institution oder Firma in Mittel- und Osteuropa zu arbeiten.
Zielpublikum und Tätigkeitsfelder
  • Know-how Transfer
    Gut qualifizierte Fachkräfte mit meist langjähriger Berufserfahrung, die einerseits ihr fachliches Wissen und Können in einer beratenden Funktion weitergeben und anderseits neue Erfahrungen im Gastland und bei der Partnerinstitution sammeln möchten. Das Alter dieser Teilnehmergruppe ist normalerweise zwischen 25 und 63 Jahren.
     
  • Praxis- und Auslanderfahrung
    HochschulabgängerInnen welche durch Projektmitarbeit Praxis- und Auslanderfahrung erarbeiten.
     
  • Rückwanderung, Auswanderung
    Männer und Frauen mit einem bestehenden Beziehungsnetz in Mittel- und Osteuropa, welche in Mittel- und Osteuropa eine Existenz aufbauen möchten.
Ziele
Angestrebt werden je nach Teilnehmerkategorie folgende Ziele:
  • Gruppe 1 (Know-how Transfer):
    Die TeilnehmerInnen sollen eine ihren beruflichen Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit ausüben können, die ihnen kurz- wie mittelfristig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern hilft. Die Partnerfirma, Organisation oder Institution im Gastland soll vom spezifischen fachlichen Know-how der TeilnehmerInnen profitieren können.
     
  • Gruppe 2 (Praxis- und Auslanderfahrung):
    Gleich wie Gruppe 1, wobei Sammeln von Berufserfahrung und Weiterbildung stärker gewichtet werden.
     
  • Gruppe 3 (Rückwanderung, Auswanderung):
    Die Teilnehmenden suchen in ihrem Ursprungs-, bzw. Heimatland eine zu ihrer Ausbildung und Erfahrung passende Tätigkeit entweder in einer festen Anstellung oder als selbständig Erwerbende. Möglich ist auch eine berufliche Neuorientierung verbunden mit integrierter Weiterbildung.
 
Erfolgsmessung
Aus diesen Zielsetzungen ergeben sich drei Hauptindikatoren, an denen der Erfolg des Programms gemessen wird: Der %-Satz von TeilnehmerInnen welche nach Einsatzende innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wieder ein eigenes Erwerbseinkommen haben, die Zufriedenheit der Teilnehmenden mit ihren Einsätzen sowie die Zufriedenheit der Partner in den Gastländern mit den erbrachten Leistungen der TeilnehmerInnen. Alle Einsätze werden anhand dieser Indikatoren systematisch evaluiert. Die Ergebnisse sind ermutigend: Hohe Zufriedenheit der TeilnehmerInnen und Partner (über 80%) und, gemessen an andern Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung, hoher Prozentsatz von ehemaligen TeilnehmerInnen mit einer neuen Arbeitsstelle. Rund 58% der Teilnehmenden hatten im Jahre 2009 innerhalb 3 Monate nach Einsatzende wieder eine bezahlte Arbeitsstelle bzw. üben eine selbständige Tätigkeit aus.
Entschädigung
Die Arbeitslosenversicherung übernimmt die Entschädigung der TeilnehmerInnen (gleiche Entschädigungsansätze wie in Programmen zur vorübergehenden Beschäftigung in der Schweiz) und die Reisekosten Wohnort-Einsatzort (2 Hin- und Rückreisen innerhalb von 6 Monaten). Der Partner im Gastland trägt normalerweise die Kosten für eine angemessene Unterkunft und die direkt mit der Arbeit verbundenen Ausgaben (Arbeitsplatz, Arbeitsmaterial, evtl. Reisespesen). In begründeten Ausnahmefällen können die Projektorganisatoren kleinere Beiträge leisten.
Projektanbieter
Das Gesamtprogramm besteht z.Z. aus 4 Projekten mit laufenden Einsätzen. Als Projektorganisatoren kommen nicht gewinnorientierte Institutionen in Frage, welche über ein angemessenes Beziehungsnetz in mindestens einem Land Mittel- und Osteuropas verfügen und die notwendigen Betreuungsaufgaben sowie administrativen Arbeiten erfüllen können. Alle neuen Projektanträge werden auch der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) zur Überprüfung vorgelegt, um deren Kompatibilität mit den geltenden Grundsätzen in der Entwicklungszusammenarbeit zu überprüfen und Überschneidungen zu vermeiden.
Koordinationsstelle
Die Koordinationsstelle erhielt vom seco einen Leistungsauftrag, welcher folgende Dienstleistungen beinhaltet:
  • Auswahl von geeigneten Projekten (die vorgeschlagenen Projekte müssen vom seco einzeln bewilligt werden)
  • Beratung von Interessentinnen
     
  • Selektion und Vorbereitung der TeilnehmerInnen in Zusammenarbeit mit den regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (RAV) und den Projektleitungen
     
  • Überwachung der Projektabwicklung vor Ort und in der Schweiz 
     
  • Kontrolle der Projektbuchhaltungen, Nachbetreuung der TeilnehmerInnen in der Schweiz (Evaluation der Einsätze etc.)
  • periodische Berichterstattung an seco und Sicherstellung einer transparenten Informationspolitik.
Adresse und Kontaktpersonen
SOMS  –  Social-Management-Services
Neugasse 34, 9000 St. Gallen
Tel: 071 228 20 80     Fax: 071 228 20 89

Kontaktpersonen:
Leitung Koordinationsstelle und
Projektkoordination deutschsprachige Schweiz
Otto Götsch                              Tel. 071 228 20 82
 
Projektkoordination Romandie und Tessin
Heidi Crenn                             Tel. 071 228 20 81
 
 
 

 

SOMS Social-Management-Services, Neugasse 34, CH-9000 St. Gallen
Tel. 071 228 20 80, Fax 071 228 20 89, Kontakt: Otto Götsch